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"Tora! Tora! Tora!“ Kampfruf der Kamikaze-Rabbiner

 

Definition Vollkontakt
Jonas auf Aske. Ausgebildete Hengste sind eigenständige Waffen.

Im Vollkontaktmodus werden stählerne Hieb- und Stichwaffen mit voller Geschwindigkeit eingesetzt, wobei alle Trefferzonen am gegnerischen Körper erlaubt sind. Je nach Reglement, die lokal sehr unterschiedlich ausfallen können, sind üblicherweise Angriffe auf die Genitalien, die Nutzung der Parierstange als Hackwerkzeug und Stiche untersagt, da diese Techniken unweigerlich zu bleibenden Schäden führen. Kampfstile mit Trefferzonen- und Wuchtbeschränkung werden nicht als Vollkontakt definiert. Takedowns und Schildschläge gehören zu den überlieferten Grundtechniken und bilden einen festen Bestandteil des Schwertkampfes. Schwertkampf bedeutet nicht, daß ausschließlich nur mit dem Schwert gekämpft werden darf und ist historisch auch nie so angewendet worden!

 

ACHTUNG!!!

Leider gibt es immer wieder Tendenzen, die den Vollkontaktschwertkampf in enggeschnürte Reglements zwängen wollen, um diesen Sport turnhallenkonform zu gestalten, wie es beim Kendo und historischem Fechten bereits geschehen ist. Die individuelle Vielfalt mittelalterlicher Ausrüstung und epochenübergreifende Begegnungen zwischen Spätantike, Früh-, Hoch- und Spätmittelalter, sowie der Flair eines historischen Festes sind gerade bei den Anhängern der russischen VK-Systems nicht erwünscht. Dort steht der ambitionierte Sport im Vordergrund, und Turniere in ungeschmückten Schulsporthallen sind keine Seltenheit. Anscheinend unterliegen auch hierzulande viele dem gesellschaftlichen Zwang alles in gewohnte Formen bringen zu müssen, zu normen, wo sie nur können und Regeln akribisch genau auszuformulieren. In Nürnberg und Kaprun werden alljährlich "Vollkontaktturniere" ausgerufen, bei denen Takedowns, Bodenkämpfe, Schildkantenschläge, Zweihänder, Wuchtwaffen und Schildbrechertechniken verboten sind. Die Trefferzone ist um 30% reduziert worden, Angriffe auf Knie und Unterschenkel sind strikt verboten und die Schildgrößen wurden natürlich genormt. Gruppenkämpfe sind ebenfalls strengstens untersagt.

 

Glücklicherweise wird international Vollkontaktkampfsport anders verstanden, und somit liegen die Reglements solcher Turniere sogar unter dem Standard der Huscarlkämpfer beim Burgfest zu Neustadt-Glewe, bei denen alle Trefferzonen, Takedowns und frühmittelalterliche Ausrüstung zugelassen sind. Dort kann man sogar beobachten, wie Eberkopfformationen mit voller Wucht durch feindliche Schildwälle brechen, was in Nürnberg und Kaprun völlig undenkbar wäre. Für Leute, die sich mit dem Prädikat Vollkontakt schmücken ohne den Anforderungen zu genügen hat sich der Begriff "Barbiekontakt" durchgesetzt.

 

Salopp ausgedrückt: Beim Vollkontakt wird mit Stahlwaffen gekämpft, die ungebremst eingesetzt werden, wobei alle Trefferzonen zählen.

 

 

Salopp ausgedrückt:

Beim Vollkontakt wird mit Stahlwaffen gekämpft, die ungebremst eingesetzt werden, wobei alle Trefferzonen zählen.

 

 

Alles andere ist KEIN Vollkontakt!